Schimmel - was nun ?



Mietrecht Feuchtigkeitsschäden – trocken analysiert
Mittwoch 28.07.2010, 06:17 · von FOCUS-Online-Autorin Nadine Nöhmaier
Schimmel entfernen

In jeder dritten Wohnung in Deutschland kämpfen die Bewohner gegen zuviel Feuchtigkeit
Wenn in der Mietwohnung Schimmel sprießt, gibt es häufig Streit über Schuld und Haftung. Wie Mieter dafür sorgen, dass für sie alles in trockenen Tüchern bleibt.
Die Wände haben gelbe oder braune Sprenkel – und irgendwann riecht es modrig. Der Boden wellt sich, die Rückseite der Schränke schimmelt. Gesund ist das Ganze längst nicht mehr. Feuchtigkeit ist ein häufiger Wohnungsmangel, der Alt- und Neubauten gleichermaßen trifft. In Altbauten ist oft die fehlende Isolierung vor allem der Kellerwände schuld an der Misere. Die dort entstehende Feuchtigkeit steigt von unten nach oben und nistet sich bevorzugt in Erdgeschosswohnungen ein. In Neubauten fühlen sich Schimmel und Feuchtigkeit in allzu gut isolierten Wänden wohl, weil die Luft darin nicht zirkulieren und die Restfeuchte des Rohbaus nicht weichen kann.

Feuchtigkeit ist ein Mangel am Mietobjekt
Wenn Mieter entsprechende Schäden anzeigen, drehten Hausherren den Spieß gerne um, sagt Christian Franz, Fachanwalt für Mietrecht aus Kassel und Autor des Ratgebers „Clever mieten“. Häufig behaupten die Eigentümer, der Mieter habe zu wenig oder zu viel gelüftet, zu häufig geduscht oder zu heftig gewaschen. Gerne wird auch das Aquarium als Grund angeführt, um dem Mieter den Schwarzen Peter zuzuschieben. Die Klärung der Schuldfrage ist bei Feuchtigkeitsschäden in der Mietwohnung unabdingbar, denn grundsätzlich gilt: Feuchtigkeit und ihre Folgen gelten als Mängel am Mietobjekt, beheben muss sie die Partei, die sie verursacht hat, und gegebenenfalls auch Schadenersatz zahlen. „Wer den Mangel zu verantworten hat – das klärt oft nur ein Sachverständigengutachten auf“, sagt Franz.

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