Immobilienkauf / Notaranderkonto etc. / Immobilienverkauf

Immobilienkauf
Kaufverträge über Immobilien sind nur wirksam, wenn sie notarielle beurkundet sind. Dies gilt auch für Vorverträge und Pachtverträge, in denen z.B. ein Vorkaufsrecht über eine Immobilie vereinbart werden soll.

In der Regel beauftragt der Käufer einen Notar seiner Wahl mit der Erarbeitung des Entwurfes eines Kaufvertrages. Günstig ist, wenn der Verkäufer hierzu einen aktuellen Grundbuchauszug vorgelegt, den jeder Eigentümer vom zuständigen Grundbuchamt abfordern kann.

Der Notar ist verpflichtet, die Interessen der Vertragsparteien ausgewogen zu berücksichtigen. Jede Vertragspartei kann sich zur Prüfung des Vertrages den Rat eines Rechtsanwaltes einholen.

Bevor der Käufer als neuer Eigentümer im Grundbuch eingetragen wird, müssen insbesondere folgende Erklärungen bzw. Genehmigungen vorliegen:

- Negativzeugnis der Gemeinde/des Bezirksamtes, dass das Kaufobjekt keinem gesetzlichen Vorkaufsrecht gem. Baugesetzbuch, Naturschutz- und Landeswaldgesetz unterliegt;

- Grundstücksverkehrsgenehmigung des Amtes zur Regelung offener Vermögensfragen. Diese ist nur erforderlich für Grundstück, die im Beitrittsgebiet liegen. Sie wird in der Regel erteilt, wenn keine vermögensrechtlichen Ansprüche auf das Grundstück vorliegen bzw. diese offensichtlich unbegründet sind.

- Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes. Diese bestätigt, dass die Grunderwerbsteuer - beträgt bis bzw. 5,5% (z.b. Berlin) vom Kaufpreis - bezahlt ist.

Zur Sicherheit der Parteien wird in der Regel der Kaufpreis auf einem Notaranderkonto nach Abschluss des Vertrages hinterlegt und der Notar wird angewiesen, den Kaufpreis erst auszuzahlen, wenn die Eigentumsumschreibung sichergestellt bzw. erfolgt ist.

Die Höhe der Gebühren für die Beurkundung und die Abwicklung des Vertrages, die in der Regel der Käufer trägt, richtet sich nach der für alle Notare verbindlichen Kostenordnung. Sie ist abhängig von der vereinbarten Höhe des Kaufpreises.

gez. J. Andreas Tel.. 030-24628804