Fördergelder für Ihre Immobilie

Fördergelder vom Stadt

Wer sein Häuschen umbauen oder sanieren will, braucht vor allem eines: Geld. Auch beim Neubau kommt auf die Bauherren einiges zu. Glücklicherweise belohnt der Staat umsichtige und energiesparende Bauweise mit Darlehen und Zuschüssen. Wer sein Haus zudem als Investition fürs Alter sieht, kann sich weitere Zulagen sichern. Die Stiftung Warentest hat nun den Förder-Dschungel gelichtet und die wichtigsten Programme zusammengestellt.

Die Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Programm „Energieeffizient bauen“ sind unschlagbar günstig. „Die Förderbank finanziert den Bau oder Kauf eines Energiesparhauses mit einem Darlehen bis zu 50.000 Euro“, sagt Susanne Meunier, Finanzexpertin bei der Stiftung Warentest. „Die Effektivzinsen hierfür liegen teilweise unter drei Prozent.“ Unabhängig von Bauweise und Energieeffizienz unterstützt die KfW auch den Bau oder Kauf selbst genutzter Immobilien. Mit ihrem Wohneigentumsprogramm stellt sie Darlehen für bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten, maximal jedoch 100.000 Euro, zur Verfügung. Die Zinssätze dafür sind zwar momentan nicht viel günstiger als normale Bankdarlehen. Aber es gibt einen gewaltigen Vorteil: „Einige Banken behandeln das KfW-Darlehen wie Eigenkapital“, erläutert Meunier. „Rutscht dadurch die Finanzierungssumme unter 60 Prozent des Immobilienwerts, bekommen die Kunden der Bank den herkömmlichen Kredit zum Bestzins.“

ENERGIESPARENDE MODERNISIERUNG

„Energieeffizient sanieren“ und „Wohnraum modernisieren“ – das sind die Zauberformeln für die Instandsetzung von Wohneigentum. Mit diesen Programmen fördert die KfW Modernisierungen, die der Umwelt dienen. Dabei gilt: je besser für die Umwelt, desto niedriger der Zinssatz, den die Förderbank für das Darlehen berechnet. Der Höchstbetrag für diese Darlehen liegt bei 75.000 Euro. Auch wer eine frisch sanierte Immobilie kauft, hat Anspruch auf einen KfW-Kredit. Außerdem gewährt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) Zuschüsse für die Installation von Solarkollektoren, Pelletkesseln oder Wärmepumpen.

WOHN-RIESTER BRINGT EINIGES

Wer seine Wohnung oder sein Haus nach 2007 gekauft oder gebaut hat, bekommt für die Tilgung des Darlehens die Steuervorteile und Zulagen wie für einen normalen Riester-Sparvertrag. Steckt ein Eigenheimbesitzer mindestens vier Prozent seines jährlichen Bruttoeinkommens und maximal 2100 Euro in die Tilgung seines Riester-Darlehens, erhält er jedes Jahr 154 Euro Grundzulage. Dazu gibt es 185 Euro Zulage pro Kind. Für ab 2008 geborene Kinder erhöht sich der Betrag auf 300 Euro. Die Tilgung bis zu 2100 Euro jährlich kann man zudem als Sonderausgabe von der Steuer absetzen.